Gegendarstellung – Kreisverband Bernkastel-Wittlich

Gegendarstellung zum Artikel „ Mehr als nur eine Glaubensfrage“ vom 17. Mai 2017 in der Wittlicher Zeitung

Sie behaupten in ihrem Artikel, der offene Brief der AfD bezüglich des Mietgesuchs für das katholische Jugendheim St. Bernhard sei eine Art von Protest gewesen. Tatsache ist, dass die AfD die Öffentlichkeit  zu informieren gedachte, wie mit ihr als demokratischer Partei umgegangen wird. Die Anfrage der AfD zur Anmietung von kirchlichen Räumen für Veranstaltungszwecke ist ein durchaus normaler Vorgang und nicht gerade untypisch. Dagegen unverständlich sind die Verweigerungsgründe des Verwaltungsrates von St. Bernhard an die AfD, welche sich in ihrem Parteiprogramm klar zum Grundgesetz bekennt. Es wird bewusst verschwiegen, dass die Pfarrgemeinde ihre Räumlichkeiten nicht nur an die CDU vermietet, sondern diese in 2011 dem postkommunistischen SED-Nachfolger PDS – der Linkspartei für eine Wahlveranstaltung zur Verfügung stellte. Sie führen weiter aus, dass Sie verwundert seien, dass es eine offizielle AfD-Anfrage zur Anmietung von kirchlichen Räumen gegeben habe, da es doch auf dem letzten Bundesparteitag der AfD in Köln Stimmen gab, welche einen Austritt von Parteimitgliedern aus den beiden großen Kirchen befürworteten. Zur Klarstellung sei darauf verwiesen, dass die christlichen Kirchen unter dem Motto „Unser Kreuz hat keine Haken“ zum Protest gegen die Abhaltung unseres Parteitages, zu dem wir doch nach dem Parteiengesetz verpflichtet sind, aufgerufen haben und damit ihr seltsames Demokratieverständnis in einer Allianz mit demokratiefeindlichen und realitätsblinden Aktivisten unter Beweis gestellt haben.

Auch sei an die Ausgrenzung der AfD und ihrer Mitglieder anlässlich des Katholikentags in Leipzig im letzten Jahr erinnert. Verwundert dann die Reaktion eines Armin-Paul Hampel auf unserem Bundesparteitag? Richtig ist aber auch, dass viele AfD-ler für ein Verbleiben in den Kirchen geworben haben, zumal sie nicht nur in ihren Pfarreien vor Ort wirken, sondern sich auch gleichzeitig in der Bundesvereinigung „Christen in der AfD“ für christliche und konservative Werte in der Partei einsetzen. Dass es seiner Meinung nach nicht unchristlich ist, der AfD anzugehören oder sie zu wählen, hatte jüngst auch Theologieprofessor und

Dominikanerpater Wolfgang Ockenfels nach Lektüre des AfD-Wahlprogramms in einem Interview mit dem TV-Redakteur Rolf Seydewitz festgestellt (der TV berichtete darüber am 12.01.2017). Frau Sünnen geht es dagegen nicht um Aufklärung und Sachlichkeit, sie heizt lediglich Emotionen an und gefällt sich im allgemeinen AfD-Bashing, das immer wieder von unseren um ihre Pfründe besorgten politischen Gegnern  und den Mainstreammedien bedient wird. Der Versuch, eine Nähe der AfD zur NPD zu konstruieren ist absurd und wahrscheinlich eher politisches Wunschdenken der Autorin.

Frau Sünnen behauptet in ihrem Kommentar die AfD würde schmollen und die Märtyrerecke selbst wählen. Richtig ist, die Märtyrerecke muss die AfD nicht selbst suchen, diese wird ihr oft unfreiwilligerweise zugedacht. Dass Mitglieder der AfD sozial geächtet werden, in ihrer beruflichen Existenz teilweise bedroht sind und oftmals Gefahr für Leib und Leben befürchten müssen, ist eine Tatsache. Selbst

Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung der für die AfD abgegebenen Stimmen bei der Landtagswahl in NRW – FOCUS, STERN und Spiegel berichteten darüber – scheint man lieber als normalen Vorgang abtun zu wollen. Größere Veranstaltungen wie Parteitage kann die AfD nur noch unter größtem Polizeiaufgebot, was mit immensen Kosten für den Steuerzahler verbunden ist, durchführen und oft muss sie über den Klageweg die Verfügbarkeit bereits angemieteter Räumlichkeiten sicherstellen. Guter Journalismus geht anders! Die AfD – aber auch der mündige Leser – wünscht sich ein wenig mehr Wahrhaftigkeit. Auch die AfD schätzt eine offene, wahrhaftige und freie Presse. Zugleich möchte ich aber die Worte von Papst Benedikt XVI. als Mahnung  an die Medien in  Erinnerung rufen, welche der Heilige Vater am 10.2.2006 in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag verkündete: „Wahrheit ist ein Maßstab, wer Sie sieht muss sich an sie halten. Wer nicht nach der Wahrheit fragt, versteht Wahrheit als reine Macht, das heißt Freiheit, die nicht mehr nach der Wahrheit verlangt, entartet und wird zu steriler Willkür“.

Zwecks dazu notwendiger Recherche laden wir Frau Sünnen gerne zur  öffentlichen Veranstaltung der AfD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz am 08. Juni in Wittlich ein. 

Wittlich,d. 28. Mai 2017          Für den Kreisvorstand  AfD Bernkastel  – Wittlich

Brigitte Hoffmann                                 Maximilian Meurer

Original als PDF-Download: Gegendartstellung