Offener Brief des KV Bernkastel-Wittlich an „Die Woch“

Die Woch – Das Wochenblatt des Trierischen Volksfreundes

Ausgabe Wittlich
z.Hd. Redaktion
Trierischer Volksfreund
Redaktion Eifel – Mosel

Offener Brief via Email

Sehr geehrte Damen und Herren,

mittlerweile hat auch das Wochenblatt seine Überparteilichkeit und Neutralität in der Berichterstattung und in Sachen Veranstaltungskalender verloren. Sie stehen damit ja in bester Tradition Ihres Mutterblattes „Trierischer Volksfreund“.

Bisher haben sie unter Ihrer Rubrik Veranstaltungen Politik keinerlei Termine, Infostände oder Veranstaltungen des AfD-Kreisverbandes Bernkastel-Wittlich veröffentlicht. Dagegen werden Veranstaltungen der FDP und der CDU, wie in der aktuellen Ausgabe ihres Mediums, veröffentlicht. Selbst Termine unserer Bundestagsdirektkandidatin im WK 202, Beate Härig-Dickersbach, wie zuletzt in Bernkastel-Kues, wurden nicht vermeldet. Ebenso hüllten sich der TV und auch „Die Woch“ in Schweigen, als es um die Feierlichkeiten des AfD-Kreisverbandes Bernkastel-Wittlich zum Gedenken an die Opfer des 17. Juni 1953 ging. Statt dessen ein hämischer Artikel Ihrerseits, weil unser Kreisvorstand den Verlust und die Zerstörung eines Blumengebindes bei der Polizei anzeigte.

Und wenn Sie mal über eine Veranstaltung unserer Partei berichten, wie beim Bürgerdialog der AfD-Landtagsfraktion in Wittlich-Wengerohr, dass dem TV ein Foto der Gegendemonstranten wert war, welche sich mit Fahnen der Linken und der im Verfassungsschutzbericht des Bundes und der Länder genannten linksextremistischen Jungendorganisation der DKP- Die SDAJ präsentieren. Und das war es, weder über Inhalte noch über Personen wurde berichtet. Informationswert gleich Null.

Oder jüngst ihre Berichterstattung im TV zum Bundestagswahlkampfauftakt der Alternative für Deutschland in Rheinland-Pfalz in Gerolstein, welchen Sie ihrem Bericht mit der Schlagzeile titelten „Bunter Protest bei deutschem Kartoffelsalat“ .

Auch verschweigen Sie die gemachten programmatischen Aussagen zum Bundestagswahlprogramm unserer Partei. Keine Zeile zu den persönlichen Zielen und Ansichten unserer Bundestagsdirektkandidatin im WK 202, Beate Härig-Dickersbach . Diese Art der Berichterstattung ist nicht unbedingt eine Sternstunde des Lokaljournalismus.

Hier stimmt weder die von Ihnen genannte Zahl von 300 Gegendemonstranten, noch findet in Ihrem Bericht Erwähnung, dass die Damen und Herren „Protestler“ aus der gesamten Eifel zusammengekarrt wurden. Gerolsteiner Bürgerwaren unter den Gegendemonstranten eher Mangelware. Einige kleine Recherchen im Internet und bei Facebookauftritten der „Protestler“ dokumentieren den Grad der Mobilisierung gegen die AfD schon im Vorfeld. Auch hier keinerlei Erwähnung.

Das hat schon ein Geschmäckle und viele Wähler haben mittlerweile zu Recht, das Empfinden, das sich der Trierische Volksfreund inklusive „Die Woch“ eindeutig gegen die AfD positioniert haben und als medialer Erfüllungsgehilfe für CDU, SPD, Grüne und FDP fungieren. Da wundert es den aufmerksamen Beobachter nicht, dass die Auflagen der Tages- und Wochenzeitungen im Sinken begriffen sind. Dagegen steigt die Auflagenhöhe der nichtsystemkonformen Presse und die Zahl der Zugriffe der User auf die sozialen Netzwerke stetig an. Der Begriff „Lückenpresse“ kommt also nicht von ungefähr und offenbart das mangelnde Vertrauen der Bürger in die „offizielle Berichterstattung“.

Wir fordern Sie im Namen unserer Wähler und Mitglieder auf, als Tageszeitung und Wochenblatt fair, neutral und unabhängig zu berichten und sich an Ihren journalistischen Berufsethos zu erinnern.

Wir wollen eine Presse, welche keine Informationen verschweigt oder filtert, wir fordern neutrale Informationen ohne ideologischen Fingerzeig oder Belehrung.

Bitte spiegeln Sie die wahren Verhältnisse in unserem Land wider, schreiben Sie nicht einseitig. Seien Sie kritisch, aber offen und bilden Sie bitte die komplette Meinungsvielfalt in Ihrer Region ab, dann werden Sie bald wieder die Heimatzeitung und die Stimme der Menschen in der Region sein.

Mit freundlichen Grüßen

Für den AfD-Kreisvorstand Bernkastel-Wittlich

Brigitte Hoffmann, Kreisvorsitzende
Maximilian Meurer, stellvertr. Kreisvorsitzender